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Was müssen künftige Ehegatten vor einer Eheschließung beachten?
Wenn zwei Menschen sich entscheiden die Ehe miteinander einzugehen, sollten sie sich am besten vor der Eheschließung ein paar Gedanken über die rechtlichen Konsequenzen der Ehe machen. Diese rechtlichen Konsequenzen betreffen z.B. das Unterhaltsrecht, Namensrecht, Güterrecht und Erbrecht.
Regelmäßig machen sich viele angehende Eheleute wenig Gedanken darüber, welche Verpflichtungen sie tatsächlich mit der Ehe eingehen. Viele gesetzliche Verpflichtungen, die eine Ehe nach sich zieht, sind den meisten Menschen nicht bekannt. Rechtsanwälten in Hamburg fällt bei gemeinsamen Beratungsgesprächen immer wieder auf, dass die Verlobten in der Regel nicht wissen, dass ein Ehegatte beim Abschluss bestimmter Verträge auch den anderen Ehegatte zur Zahlung des Kaufpreises verpflichtet, ohne dass der andere Ehegatte auch nur vom konkreten Geschäft weiß und ohne, dass dieser selbst den Vertrag unterschrieben hat. Diese Geschäfte betreffen zwar normalerweise Geschäfte, die die Ehegatten täglich tätigen wie z.B. die Anschaffung von Lebensmitteln und bestimmten Haushaltsgegenständen wie z.B. eine Waschmaschine und bei denen davon ausgegangen wird, dass sich die Ehegatten vorher über die Anschaffung besprochen haben. Eine andere Regelung von denen viele Ehegatten nichts wissen, ist dass die Ehegatten ohne die Einwilligung des anderen einen Gegenstand, der zum Haushalt gehört, nicht verkaufen dürfen, selbst wenn sie den Gegenstand, z. B. einen Fernseher von ihrem eigenen Geld gekauft haben und auch selbst Eigentümer des Haushaltsgegenstandes sind. Sinn und Zweck dieser gesetzlichen Regelung ist es, dass der Wohnungsbestand der Eheleute vor Verkäufen durch einen Ehegatten ohne die Erlaubnis des anderen geschützt wird, so dass die Eheleute in einem geordneten Haushalt leben können. Das sind nur wenige von vielen Beispielen, die zeigen welchen Pflichten die Ehegatten ausgesetzt sind. Es soll aber nicht der Eindruck entstehen, dass die Ehegatten nur Pflichten haben. Natürlich haben Ehegatten auch eine Vielzahl von Rechte. Diese Rechte bestehen sowohl gegenüber dem Partner als auch gegenüber Dritten wie dem Staat, wenn es z.B. um das Sparen von Steuern geht.
Aus diesen Gründen sollten sich Ehegatten am besten vor der Eingehung der Ehe bei einem Rechtsanwalt ihres Vertrauens in Hamburg beraten lassen. Die Ehegatten sollten dieser Möglichkeit offen und ohne Vorbehalte gegenüberstehen.
Gemeinsame Regelungen z. B. in einem Ehevertrag, ersparen den Ehegatten im Falle einer Scheidung Streitigkeiten z.B. um Unterhaltsregelungen, Zugewinn und Sorgerecht. Außerdem können wichtige Regelungen für den „Ernstfall“ getroffen werden, z.B. wem die Miet- oder Eigentumswohnung zustehen und wie die Konten und das Vermögen aufgeteilt werden sollen. Solche Regelungen können sowohl Zeit, Kosten und Nervenbelastungen vermeiden, weil Eheverträge notariell geregelt werden und sich die Ehegatten später über den Inhalt des Ehevertrages nicht mehr streiten können.
Wenn z.B. in dem notariellen Ehevertrag steht, dass die Ehefrau oder der Ehemann eine bestimmte Geldsumme vom gemeinsamen Konto bekommen soll, dann ist das so und man kann sich später im Falle der Scheidung nicht mehr darüber streiten. Die Bedeutung einer notariellen Regelung liegt darin, dass einmal geregelte Vereinbarungen normalerweise nicht mehr verändert werden können.
Eine gute Beratung durch einen Rechtsanwalt sollte auch die Einigung über den Ehenamen der Eheleute beinhalten. Sollten sich die Ehegatten nicht auf einen gemeinsamen Ehenamen einigen können, so behält jeder der Ehegatten seinen eigenen Namen. Der Rechtsanwalt berät und informiert die zukünftigen Eheleute auch darüber, welcher Güterstand für die Eheleute geeignet ist und wie die Eheleute durch die Heirat Steuern sparen können.
Bei der Komplexität dieser rechtlichen Angelegenheiten ist es geboten, dass sich die Ehegatten Gedanken über die Folgen der Ehe machen und frühzeitig die Beratung eines Hamburger Rechtsanwalts in Anspruch nehmen. Auf diese Weise lassen sich viele unangenehme und unschöne Streitigkeiten zwischen den Ehegatten im Falle einer Scheidung vermeiden. Schließlich sollten die Ehegatten auch bedenken, dass der Abschluss eines Ehevertrages auch noch während der Ehe möglich ist.